Mehr Photovoltaik in March!

Gute Gründe, jetzt eine PV-Anlage zu installieren

Um den Kohle- und Atomstrom zu ersetzen, ist es essenziell die Solarenergie und die Windkraft so schnell wie möglich massiv auszubauen. Im Jahr 2021 betrug der Anteil der Solarenergie an der gesamten erzeugten elektrischen Energie in Deutschland knapp 10% und ist damit eine wichtige Säule der Energiewende. Anders als in konventionellen Großkraftwerken wird der emissionsfreie Solarstrom auch auf den Dächern von unzähligen Gebäuden von unzähligen Menschen wie Sie und ich im ganzen Land erzeugt. Solarenergie ist unschlagbar günstig, da keine Brennstoffe abgebaut, importiert und verbrannt werden müssen. Um die Energiewende zügig voranzutreiben, sollte auf jedem Gebäude eine Photovoltaikanlage installiert werden!

In der von der Gemeinde beauftragten Energiepotenzialstudie von 2019 werden die Ausbaupotenziale für Solarthermie und Photovoltaik als signifikant bezeichnet. Die Auswertung des Solarpotenzials ergab, dass 89% der potenziellen Modulflächen als gut oder sehr gut eingeschätzt wurden. Im Rahmen der Studie wurden berechnet, dass bei einer Belegung aller geeigneten Dachflächen mit PV-Anlagen insgesamt 18.700 MWh/Jahr Solarstrom erzeugt werden könnten, was rechnerisch ca. 108 % des derzeitigen Stromverbrauchs in March entspräche!



Fragen über Fragen … und Antworten!

Ist mein Dach überhaupt geeignet?

Wenn ihr Dach nach Süden, Osten oder Westen ausgerichtet ist und eine unverschattete Fläche von mindestens 15 m² verfügbar ist, sollten Sie eine Solaranlage installieren!

Der Ertrag von nach Osten oder nach Westen ausgerichteten Dächern ist etwas geringer als auf Süddächern, allerdings brauchen wir auch morgens und abends Solarstrom.

Auch auf Flachdächern können Photovoltaik- Module auf schrägen Ständern montiert werden. Eine belastbare Aussage über Statik und Beschaffenheit der indivuiduellen Dachpotenziale ist nur über eine Prüfung vor Ort möglich.

💡Im “Solarkataster B-W” (Link siehe unten) können Sie über eine Karte prüfen, wie gut Ihr Dach geeignet ist.

Aber Vorsicht: Leider weist das Solarkataster sogar viele nach Süden ausgerichtete Dächer als nicht so gut geeignet aus.

Wir meinen: das Solarkataster ist irreführend!

Wie komme ich zu einer PV-Anlage und wie aufwändig ist die Installation?

Der Fachmann für die Installation von Photovoltaikanlagen ist ihr Elektriker. Falls Ihr Elektriker keine Photovoltaikanlagen installiert, fragen Sie bei einem anderen, lokalen Elektrobetrieb nach einem Angebot nach. Teilweise installieren auch Heizungsbauer oder andere Betriebe Solaranlagen. Sie unterstützen damit das lokale Handwerk.

Was gehört zu einer PV-Anlage und wie funktioniert das dann?

Ihr Elektriker oder Installateur wird nach dem Auftragseingang zunächst ein Gerüst stellen und dann auf dem Dach einen Halterahmen anbringen, auf welchem die Module montiert werden. Vom Dachboden muss dann eine Leitung in den Keller gelegt werden, dies kann im Innern des Hauses oder außen an der Hauswand erfolgen. Im Keller wird schließlich der Wechselrichter installiert, der den von der Anlage erzeugtem Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Der Wechselstrom wird dann im Haus verbraucht, und der nicht verbrauchte Strom wird an den Netzbetreiber verkauft.

Funktionsweise einer PV-Anlage

Wie groß sollte die PV-Anlage sein? Was bedeutet “Kilowatt-Peak”?

Die Leistung der Solaranlage wird in Kilowatt-Peak (kWp) angegeben. Dies ist die Nennleistung der Anlage, die unter standardisierten Testbedingungen ermittelt wird. Diese Maximalleistung wird auch an Sommertagen nicht ganz erreicht. Je höher die Spitzenleistung, desto höher ist aber auch der Ertrag unter weniger günstigen Bedingungen, z.B. im Winter.

Die erzeugte Energie wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben. In unserer Breite erzeugt eine Anlage pro kWp etwa 1000 kWh in einem Jahr. Mit einer Anlage von beispielsweise 8 kWp erzeugen sie mit einem nach Süden ausgerichteten Dach einen Jahresertrag von etwa 8000 kWh. Das ist hoffentlich deutlich mehr als Sie selbst verbrauchen. Im Winter ist der Ertrag allerdings wesentlich geringer als im Sommer. Wenn Sie auch im Winter einen möglichst großen Teil ihres Stroms selbst erzeugen wollen, sollte die Anlage möglichst groß sein. Außerdem wollen Sie ja Teil der Energiewende werden und auch für andere Strom erzeugen.

Auch aus wirtschaftlichen Gründen lohnt sich eine große Anlage: Da die Fixkosten für die Installation, Wechselrichter, Netzanschluss etc. nur wenig von der Anlagengröße abhängen, nehmen die Kosten pro installiertem Kilowatt Peak mit der Anlagengröße ab! Auf einem Einfamilienhaus können Sie bei günstigen Bedingungen mit einer 10 kWp Anlage bis zu 10 000 kWh pro Jahr erzeugen.

Wie verdiene ich mit einer PV-Anlage Geld?

Mit der PV-Anlage erzeugen Sie einen Teil Ihres verbrauchten Stroms selbst. So machen Sie sich unabhängig von steigenden Strompreisen, denn die Sonne schickt Ihnen keine Rechnung! Den nicht selbst genutzten Strom verkaufen Sie an Ihren Netzbetreiber. Dieser ist dazu verpflichtet, ihren selbst erzeugten Strom zu einer garantierten Einspeisevergütung über 20 Jahre, von derzeit ca. 7,3 cent/kWh zzgl. MwSt. abzunehmen.

Die Strompreise sind in diesem Jahr auf über 33 bis 35 cent/kWh angestiegen. Gleichzeitig sind die Preise für Photovoltaik-Anlagen in den letzten 10 Jahren um 90% gefallen. Die MwSt. auf den Kaufpreis kann vom Finanzamt erstattet werden.

Der Anteil des selbst erzeugten Stroms (Autarkiegrad) hängt stark von Ihrem Verbrauch, der Anlagengröße und dem Nutzungsverhalten ab. Ohne Stromspeicher kann er etwa 40% oder mehr betragen. Höhere Werte können erreicht werden, wenn große Stromverbaucher wie Herd, Wasch- und Spülmaschine in der Mittagszeit verwendet werden.

Wie finanziere ich eine PV-Anlage? Rechnet sich das?

Eine Solaranlage wird üblicherweise über einen sehr kostengünstigen Kredit, z.B. bei der KFW Bank ohne Eigenkapital finanziert. Mit dem Erlös des Stromverkaufs und der Ersparnis beim Stromeinkauf kann ein Bankkredit mühelos getilgt werden. Nach 10 bis 15 Jahren hat sich die Anlage amortisiert, d.h. der Kredit ist zurückbezahlt und Sie können fortan kräftig sparen. Die PV-Anlage ist also eine Geldanlage. Die erzielte Rendite liegt weit über den banküblichen Zinsen.

Für übliche Klein-Anlagen bis 30 kWp gab es in jüngster Zeit einige Erleichterungen, sodass der Aufwand überschaubar ist.

Lohnt sich eine PV-Anlage auf einem Mietshaus?

NEU seit 2021: Auch Mehrfamilienhausbesitzer können PV-Anlagen problemlos errichten, da die Gewerbesteuerinfizierung auf die Mieteinnahmen entfällt.

Durch die zusätzliche Errichtung eines Blockheizkraftwerks zur Versorgung der Mieter mit Strom und Wärme können alle Anforderungen gemäß des erneuerbaren Wärmegesetzes wirtschaftlich erfüllt werden. Lassen Sie sich in diesem Fall von einem Energieberater beraten; 75% der Beratungskosten übernimmt das Land Baden Württemberg, wenn die PV-Anlage mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) kombiniert wird.

Ich bin Mieter. Kann ich trotzdem was tun?

Klar. Reden Sie mit Ihrem Vermieter und überzeugen Sie ihn von den Vorteilen einer Photovoltaik – Anlage. Oder schaffen Sie sich eine eigene Balkonanlage an. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich an einem Solar- oder Windpark finanziell zu beteiligen und so zur Energiewende beizutragen.

Falls Sie Interesse an einer Balkonsolaranlage haben beachten Sie folgende Punkte:

  1. Eine Rücksprache mit dem Vermieter ist erforderlich
  2. Es muss eine Sicherheitssteckdose sowie ein Zweirichtungszähler eingebaut werden.
    (wilde Einspeisung ist verboten).
  3. Die Kleinanlage muss beim Netzbetreiber sowie beim Marktstammdatenregister gemeldet werden.

💡Die Freiburger Initiative Balkon.Solar bietet ganz tolle Informationen, bis hin zum Kauf von Balkonmodulen von Freiburger Händlern!

Weitere hilfreiche Links am Ende der Seite.

Soll ich mir auch einen Batteriespeicher anschaffen?

Durch einen Batteriespeicher erhöhen Sie Ihre Unabhängigkeit vom Netzbetreiber, da sie tagsüber den selbst erzeugten, überschüssigen Strom speichern und ihn somit auch nachts nutzen können.

Sie nutzen damit einen größeren Teil ihres selbsterzeugten Stroms und müssen weniger zukaufen.

Auf der anderen Seite sind Stromspeicher noch recht teuer, nehmen in Ihrer Speicherfähigkeit im Lauf der Jahre ab und verschlechtern so häufig die Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage. Währende die Photovoltaik-Anlage über 30 Jahre genutzt werden kann, ist die Lebensdauer des Batteriespeichers wesentlich geringer. Außerdem besitzen Batteriespeicher ca. 30% Lade- und Endladeverluste.

Im Sinne der Energiewende passt Solarenergie im Übrigen sehr gut zum Tageslastgang: Tagsüber wird deutlich mehr elektrische Energie benötigt als nachts.


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